Cup
Findings: On the underside of the bottom: Master's mark 'IIB', for Johann Jeremias Busch (master 1734, died 1739, workshop continuation until 1745); hallmark 'Pyr and F in shield', for Augsburg, 1743-1745; assayer's mark (Tremolierstich); manuscript with white color "40/9" (inv. number of the Bavarian National Museum)./A.G., 2018
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Ankauf (nach Zwangsablieferung von Silber)
1940 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München. 1961 Abgabe vom Bayerischen Nationalmuseum an die Finanzmittelstelle München des Landes Bayern (als Vertretung des Landes Bayern in Rückerstattungssachen) zur Restitution an anspruchsberechtigte Personen. 1969 Rückgabe an das Bayerische Nationalmuseum durch die Bezirksfinanzdirektion München, da keine anspruchsberechtigte(n) Person(en) ermittelt bzw. keine Ansprüche geltend gemacht werden konnte(n). 1969 nicht neu inventarisiert: 40/9.
Provenienzforschung: 1939 von Emma Löffler, geb. Gerstle (1860 Ichenhausen - 1942 München), als Zwangsablieferung von Edelmetall (Silber) gemäß der "Dritten Anordnung auf Grund der Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden" vom 21.02.1939 an das Städtische Leihamt München: A[nkaufs]V[erzeichnis] 1817 = Nr. 1598 der Ankaufsstelle des Städtischen Leihamts München ("Verkauf von Kunst- und Seltenheitswerten an das Bay[erische] Nationalmuseum München, aus dem Bestand von j[üdischen] Silber-Gegenständen", vom 23.05.1940; BNM-Dok. 200). 1940 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München (Silberverwertungsstelle: AV 1817/Nr. 1598) für RM 32,00.- (Silber: 160,0 g). Vorprovenienz unbekannt./A.G., 2018
Memorial: Emma Löffler, geb. Gerstle (*Ichenhausen 23.10.1860), verstarb (mit unbekannter Todesursache) am 20.01.1942 in München. Ihre Tochter Mina Jacoby, geb. Löffler (*München 01.06.1880), ihr Sohn Alfred (Zwangsname: Denny) Löffler (*München 04.03.1882), dessen Ehefrau Ilse Jetti (Zwangsname: Tana) Löffler, geb. Homburger (*München 15.09.1912), und deren Mutter Bella Homburger, geb. Herzog (*Augsburg 20.04.1884), wurden am 20.11.1941 nach Kaunas deportiert und dort am 25.11.1941 im Fort IX ermordet; ihr Bruder Hermann Gerstle (*Ichenhausen 26.02.1862), ihre Schwester Peppi Marx, geb. Gerstle (*Ichenhausen 23.12.1863), und ihre Schwägerin Selma Gerstle, geb. Löwenthal (*Archshofen 20.01.1874), wurden am 17.06.1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo Hermann Gerstle am 17.08.1943, Peppi Marx am 28.01.1943 und Selma Gerstle am 06.02.1943 ermordet wurden; ihr Schwiegersohn Dr. jur. Hugo Jacoby (*Marienburg 08.09.1869) verstarb (mit unbekannter Todesursache) am 30.06.1936 in München; Liesel Betty Homburger (*Ulm 04.02.1910), die Schwester von Ilse Jetti Löffler, konnte im August 1939 nach England (London) emigrieren. [in: "Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945"]./A.G., 2019
Staatliche Museumsagentur Bayern
Referat für Provenienzforschung
Landshuter Allee 8
80637 München
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