Koppchen
Findings: On the underside of the floor: master mark 'I over M in high oval', for Johann III Mittnacht (master 1735, died 1758); Hallmark 'Pyr over F in high oval', for Augsburg, 1743-1745; assayer's mark (Tremolierstich). On the outside of the wall, below the upper margin: handwritten with white paint "39/165" (inv.no of the Bavarian National Museum)./A.G., 2018
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Ankauf (nach Zwangsablieferung von Silber: zusammen mit BNM Inv.-Nr. 39/176)
1939 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München. 1961 Abgabe vom Bayerischen Nationalmuseum an die Finanzmittelstelle München des Landes Bayern (als Vertretung des Landes Bayern in Rückerstattungssachen) zur Restitution an anspruchsberechtigte Personen. 1969 Rückgabe an das Bayerische Nationalmuseum durch die Bezirksfinanzdirektion München, da keine anspruchsberechtigte(n) Person(en) ermittelt bzw. keine Ansprüche geltend gemacht werden konnte(n). 1969 nicht neu inventarisiert: 39/165.
Provenienzforschung: 1939 von Friederike Feust, geb. Merzbacher (1859 München - 1939 London), als Zwangsablieferung von Edelmetall (Silber) gemäß der "Dritten Anordnung auf Grund der Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden" vom 21.02.1939 - zusammen mit BNM Inv.-Nr. 39/176 - an das Städtische Leihamt München: A[nkaufs]V[erzeichnis] 1411 = Nr. 866 der Ankaufsstelle des Städtischen Leihamts München ("Verkauf von Kunst- und Seltenheitswerten aus jüd[ischen] Silberbeständen an das Bay[erische] Nationalmuseum, München", vom 25.01.1940; BNM-Dok. 200). 1939 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München (Silberverwertungsstelle: AV 1411/Nr. 866) für RM 11,00.- (Silber: 55,0 g). Vorprovenienz unbekannt./A.G., 2018
Memorial: Friederike Feust, geb. Merzbacher (*München 17.04.1859), konnte nach England (London) emigrieren, wo sie am 12.10.1939 verstarb. Ihr Sohn Dr. jur. Karl Feust (*München 01.05.1887) wurde am 10.11.1938 in das Konzentrationslager Dachau deportiert und dort am 25.11.1938 ermordet; ihre Tochter Amalie Bodenheimer, geb. Feust (*München 26.10.1888), wurde am 24.03.1942 von Darmstadt aus in das Konzentrationslager Piaski deportiert und dort zu unbekanntem Zeitpunkt ermordet. [in: "Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945"]./A.G., 2019
Staatliche Museumsagentur Bayern
Referat für Provenienzforschung
Landshuter Allee 8
80637 München
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