Landschaft aus den Sabinerbergen
In der Mitte des Bildes erhebt sich ein hoher weitästiger Baum. Links an ihm vorüber zieht sich von der rechten Seite her ein Weg, der links weiter zu einer Bogenbrücke führt. Diese ist über ein kleines Flüsschen geschlagen, das sich von rechts nach links, durch Felsen und Gebüsch oft verdeckt, durch das Bild zieht, und sich unten links zu einem kleinen Wasserfall gebildet hat, in dessen Nähe eine Frau mit einem Kruge Wasser schöpft. Über die Brücke reitet auf einem Maultier ein Dudelsackpfeifer, hinter ihm sitzt noch ein Knabe, während ein junges, ein Tambourin schwingendes Mädchen ihm voraustanzt. Hinter der Brücke und dem Baume wird der steile Weg zu einem auf der Höhe gelegenen Kastell sichtbar. Neben dem Baum ein Mönch in brauner Kutte, der einem Knaben und einem kleinen Mädchen das Kreuz zum Kusse reicht. Auf der rechten Seite erhebt sich neben zwei Pinien auf erhöhtem Felsen eine Osteria. Unterhalb derselben ist eine von Reben überdeckte Laube zu sehen, in der Männer und Frauen an einem mit Speisen besetzten Tische sitzen. Vor der Laube steht der Wirt, Wein aus einem Kruge in. ein Glas giessend. Auf dem Wege im Vordergrunde kommt, von zwei Hunden begleitet, ein Jäger gegangen, den eine junge Dirne zum Eintritt in die Laube zu bewegen sucht. Über den Felsabhang hinter der Osteria reiten drei Reiter zu Tal.
Bez. rechts unten: J. K.
Brederlosche Gemäldesammlung (Friedrich Wilhelm Brederlo); 1906 Leihgabe der Familie von Sengbusch an die Stadt Riga verbunden mit einem jederzeitigem Rückgaberecht; Dr. med. Reinhold Alexander und Margarete von Sengbusch; 1942 von der UTAG ausgehändigt und in Posen, Wissmannstraße 156 im Keller zwischen Kisten verpackt; 1945 zurückgelassen; seitdem verschollen
Werner von Sengbusch
Wiesbadener Str. 26
61462 Königstein
Deutschland