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Suchmeldung | Einzelobjekt

Denkmal für Matthias Johann von der Schulenburg (* 1661, † 1747) auf Korfu

Lost Art-ID
596716
Aufnahme des Gemäldes von dem Photographen Walter Naucke, um 1930, originale Glasplatte: Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation, Stadt Wolfsburg, GP-NAU-0976
Hersteller/Künstler:in
Visentini, Antonio (Umkreis des / italienisch?)
Geburt
1688, Venedig
Tod
1782, Venedig
Wirkungsort
Venedig
Titel
Denkmal für Matthias Johann von der Schulenburg (* 1661, † 1747) auf Korfu
Datierung
1780/1790 (um)
Objektart
Gemälde
Objektgruppe
Malerei
Material / Technik
Öl ; Leinwand [?] / gemalt
Beschreibung

Das von dem Bildhauer Antonio Corradini ausgeführte Denkmal für den Feldmarschall in venezianischen Diensten Matthias Johann von der Schulenburg auf Korfu, errichtet 1718 auf Anweisung des Senats der Republik Venedig, gesehen leicht schräg von der rechten Seite; im Hintergund links eine städtische Architektur und ein Landschaftsausblick, rechts ein schroffer Felsen, der den dem Hafen vorgelagerten in der Altstadt von Korfu erinnert; als Staffage betrachtende, zeigende und erläuternde Zuschauer, in der Mitte, dem Betrachter zugewandt, ein Mann in „türkischer“ Kleidung der Zeit.

Matthias Johann von der Schulenburg (* 1661, † 1747) war Ende des Jahres 1715 während des eskalierenden, letzten Krieges Venedigs gegen das Vedutenmalerei. Osmanische Reich zum Oberbefehlshaber der Landtruppen der Republik berufen worden. Sein Ruhm beruhte auf der erfolgreichen Rückschlagung der Belagerung Korfus im Sommer 1716 durch die zahlenmäßig weit überlegenen Landungstruppen der Türken, für die ihn die Republik Venedig mit der Errichtung des Denkmals geehrt hatte. Nach seinem größten militärischen Erfolg verblieb er für über dreißig Jahre als geachteter Politiker und Kommandeur in venezianischen Diensten und baute dort eine Kunstsammlung europäischen Formats auf, aus der Teile in den Besitz des Wolfsburger Zweiges der Familie von der Schulenburg gekommen sind.

Die Abbildung des Denkmals ist zeitnah durch eine Radierung des Kupferstechers Andrea Zucchi verbreitet worden, die auch das offenabre Vorbild für dieses Gemälde gewesen ist.

Das Gemälde entspricht in Verfahren der Umsetzung einer Stichvorlage und dem Einsatz der Staffage, wie auch dem Stil ihrer Kleidung einem Gemälde des „Grabmals für Francesco Algarotti“ im Schloss Charlottenburg, Berlin, das dem venezianischen Architektur- und Vedutenmaler Antonio Visentini zugeschrieben werden kann.

Provenienz
Alter Familienbesitz, vor 1942 Schloß Wolfsburg (bis 1932 Landkreis Gardelegen, Provinz Sachsen; danach Landkreis Gifhorn, Provinz Hannover; heute Stadt Wolfsburg); in oder nach 1942 verbracht in das neuerbaute Schloss Neumühle bei Tangeln, Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel; 1945 Zurücklassung bei dem fluchtartigen Verlassen von Schloß Neumühle vor der Übernahme durch die Rote Armee; Schloss Neumühle wurde der Sowjetischen Besatzungszone zugeordnet und enteignet; Verbleib unbekannt
Literatur / Quelle
Historisches Photo aus Schloss Wolfsburg; Binion, A.: La galleria scomparsa del maresciallo von der Schulenburg, Milano 1990, S. 12; Krellig, H.: After 1716: Strategies of Fame and Signs of Gratitude in the Republic of Venice, in: Οθωμανικη Αυτοκρατια και Βενετια.Η πολιοϱχια της Κεϱχυϱας απο Οθωμανους το 1716 / The Ottoman Empire and Venice. The Ottoman Siege of Corfu in 1716. International scientific congress, Corfu, 21–23 October 2016, Hg.: N. E. Karapidakis und A. D. Nikiforou, Municipitality of Corfu. Regional Union of Municipalities of Ionian Islands, Corfu/Κεϱκυρα 2019, S. 239–80.
Veröffentlicht seit
19.11.2021
Ansprechpartner:in
Graf von der Schulenburg
Position
Verwaltung
Tel
+49 (0) 5363 97190
E-Mail
info@graf-schulenburg.de
Verlustumstand gemeldet als
Kriegsbedingt verbrachtes Kulturgut
Suchmeldung, Privatperson

Schulenburg-Wolfsburg, Günther Graf von der

Permalink auf diese Seite
https://www.lost-art.eu/de/Verlust/596716

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