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Suchmeldung | Einzelobjekt

Allegorische Figurengruppe „Der Frieden“ / „La Pace“

Lost Art-ID
596676
Ansicht der Halle im 2. Obergeschoß von Schloss Neumühle mit einer der beiden Bronzegruppen von Bertos („La Pace“(?)), Photo nach Hammerschmidt 2001, Abb. 14.048; Diapositiv nach dem ursprünglichen Photo des amerikanischen Photographen Erling J. Foss, Colorado Springs, CO im Hausarchiv der Grafen von der Schulenburg (noch uninventarisiert)
Herausvergrößerung der Figurengruppe
Hersteller/Künstler:in
Bertos, Francesco
Geburt
1693
Tod
1739
Wirkungsort
Rom
Titel
Allegorische Figurengruppe „Der Frieden“ / „La Pace“
Datierung
1732/33
Objektart
Plastik / Skulptur
Objektgruppe
Plastik / Skulptur
Material / Technik
Metall (Bronze) / gegossen
Höhe
90,00 cm
Beschreibung

Eine Gruppe in Bronzeguss mit acht oder neun mit weitausgreifender Gestik versehenen allegorischen Figuren, die sich teils gegenseitig heben und stützen.

Der Gesamtaufbau ist der folgende: Auf einer ovalrunden Platte in der Mitte ein offenbar oval-rechteckiger Sockel von Hüfthöhe mit seitlichen Relieffeldern, auf dem eine muskulöse, männliche Figur sitzt und sich ein zwei Figuren tragendes Pferd aufbäumt. Die eine dieser Figuren sitzt mit abgespreiztem Bein auf dem hinteren Teil des Pferderückens, in der rechten Hand einen werkzeugartigen Gegenstand haltend; ihr gegenüber und von ihr mit der Linken gehalten, eine auf dem Reittier stehende nackte, oder spärlich bekleidete weibliche Figur, die den einen Arm hebt, den anderen zur Seite hält und von einem flatternden Band umwunden wird. Am Boden um den Sockel herum gruppiert sind eine unbekleidete, laufende männliche Figur, die eine Stab hält und ihn ins Auge zu nehmen scheint, ein mit gespreizten Beinen am Boden sitzendes Kind, eine am Boden sitzende weibliche Figur, die mit erhobenem Arm einen Speer oder eine Lanze hält, an der ein Band herabhängt, sowie offenbar eine weitere Figur und einige am Boden liegenden Accessoires.

Die allegorischen Figuren, bzw. die einzelnen Figurengruppen versinnbildlichen:

1. Pluto, der den Reichtum erhöht

2. Herkules, der den Frieden hochhebt

3. Die Eintracht

4. Die Treue

5. Die Fruchtbarkeit

6. Ein Triton, der den Betrug Plutos aufdeckt

Die zeitgenössischen Beschreibungen betonen, dass die gesamte Gruppe aus einem Guss gefertigt sei.

Provenienz
1732/33 von dem General-Feldmarschalls in venezianischen Diensten Matthias Johann von der Schulenburg (* 1661, † 1747) erworben und in Auftrag gegeben; seit mindestens 1736 zusammen mit einem Pendant, der Gruppe „Der Frieden“ und zwei ähnlichen, aber in Marmor gefertigten Gruppen in den Inventaren von dessen Sammlung in Venedig nachweisbar; im Februar 1739 in das von dessen Neffen Adolf Friedrich von der Schulenburg (* 1685, † 1741) bewohnte Familienpalais in der Berliner Wilhelmstraße verbracht; nach dessen Tod in der Schlacht von Mollwitz in Besitz von dessen Bruder Christian Günther (* 1684, † 1765); Fideikommiss Matthias Johann von der Schulenburg; um 1750 bis mindestens ca. 1774-76 im Familienpalais in der berliner Wilhelmstr. 77; durch Erbfolge in den Wolfsburger Zweig der Familie von der Schulenburg. Beschrieben in Schloss Wolfsburg zusammen mit einer zweiten Bronzegruppe von Bertos durch Parisius/Brinkmann 1897; vor 1942 Schloss Wolfsburg (bis 1932 Landkreis Gardelegen, Provinz Sachsen; danach Landkreis Gifhorn, Provinz Hannover; heute Stadt Wolfsburg); danach verbracht in das neuerbaute Schloss Neumühle bei Tangeln, Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel; dort 1945 verschollen
Literatur / Quelle
Dokumentiert in der Sammlung des Feldmarschalls M. J. von der Schulenburg und seiner Erben in Venedig und Berlin durch eine Vielzahl von Inventaren und andere zeitgenössische Quellen; Parisius, A./Brinkmann, A.: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Gardelegen, Hrsg.: Historische Commission der Provinz Sachsen, Halle a. d. Saale 1897, S. 203; Binion, A.: La galleria scomparsa del maresciallo von der Schulenburg, Milano 1990, S. 127/28; Avery, Ch.: The Triumph of Motion: Francesco Bertos (1678-1741) and the Art of Sculpture, Turin, 2008, S. 18, 45-49, 83-86 u. 224/25, Kat.-nr. 123; Krellig, H.: Feldmarschall und Kunstsammler. Matthias Johann von der Schulenburg (1661–1747). Ein unbekannter Bestand von Kunstwerken aus seiner Sammlung im Besitz der Grafen von der Schulenburg-Wolfsburg, Wolfsburg 2011, S. 68; Benuzzi, F.: Committenze europee di scultura veneziana nel Settecento. Una panoramica e alcune ipotesi di lavoro, in: RIHA Journal 101, 2014, o. P. (11), unter Nr. [7]; Guerriero, S.: Sculpteurs venitiens pour les cours et les collectionneurs d'Europe, in: Loisel, C. (Hg.in): Éblouissante Venise. Venise, les arts et l’Europe au XVIIIe siècle, Ausst.-kat. Paris, Grand Palais [2018], S. 160-66, hier: 164
Veröffentlicht seit
19.11.2021
Ansprechpartner:in
Graf von der Schulenburg
Position
Verwaltung
Tel
+49 (0) 5363 97190
E-Mail
info@graf-schulenburg.de
Verlustumstand gemeldet als
Kriegsbedingt verbrachtes Kulturgut
Suchmeldung, Privatperson

Schulenburg-Wolfsburg, Günther Graf von der

Schlagworte
Permalink auf diese Seite
https://www.lost-art.eu/de/Verlust/596676

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