Fundmeldung | Einzelobjekt
Tora-Schild
Lost Art-ID
634115
Hersteller/Künstler:in
Unsinn, Magnus
Lebensdaten
1819-1889
Titel
Tora-Schild
Datierung
1862/1863
Objektart
Objektgruppe
Material / Technik
Metall (Silber) / teilvergoldet ; getrieben ; punziert ; montiert ; graviert
Höhe
36,00 cm
Breite
24,60 cm
Inventarnummer
JKM 2004-3
Beschreibung
Das Tora-Schild (hebr. Tass) ist bühnenartig aufgebaut und zeigt eine reiche, mehrzonige Gestaltung. Den unteren Bereich bildet eine vor einem schuppenartigen Hintergrund angelegte ornamentale Zone aus getriebenen Blüten und Blattwerk, in deren Zentrum ein hochovales, beschriftetes Medaillon sitzt. Darüber schließt ein längsrechteckiges Feld für die – heute fehlenden – Festtagstäfelchen an, über dem die Gesetzestafeln mit den Zehn Geboten erscheinen. Diese sind von einem geschwungenen Rocaille-Rahmen eingefasst, auf dessen oberem Abschluss sich ein siebenarmiger, baumartig gestalteter Menora-Leuchter befindet. Die gesamte mittlere Zone mit Medaillon, Schilderfeld, Gesetzestafeln und Menora wird durch eine profilierte Leiste eingerahmt, die wiederum von einem Feld aus fein gravierten Blüten umgeben ist. Das Ensemble wird von einem reich drapierten Vorhang überspannt, der von einer Bügelkrone ausgeht. Unterhalb der Krone fehlt vermutlich ein weiteres Schild. Auf der Rückseite befindet sich ein Türchen für das austauschbare Schilderfeld; der Festtagsschieber selbst ist nicht mehr vorhanden. Vorhang, Krone, Gesetzestafeln und das Inschrift-Medaillon sind vergoldet. Alle aufgesetzten Teile – Vorhang, Krone, Schilderfeld und Medaillon – sind montiert und rückseitig verschraubt. Die hebräische Inschrift aus dem Jahr 1861 verweist auf Jakob Götz als Besitzer des Tora-Schilds.
Provenienz
Jakob Götz (1793-1873), Kriegshaber / 1873: vermutlich Bertha Görtz, geborene Binswanger (1827/28-1903), Kriegshaber, später Hürben / nach 1903: unklar / 1938: Geheime Staatspolizei Augsburg / 1939: Städtisches Leihamt, Augsburg / 1939 (9. Dezember): Ankauf Städtischen Kunstsammlungen, Augsburg / 1945: Restitution, Jüdische Vereinigung, Augsburg (später: Israelitische Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg) / ab 1985: Stiftung Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben
Veröffentlicht seit
Kontakt
Jüdisches Museum Augsburg
Halderstr. 6-8
86150 Augsburg
Deutschland
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Position
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tel
Mobil 0160-21 39 388
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