Tintenzeug mit heiligem Georg zu Pferde und dem Drachen
Funktion: Tintenzeug
Darstellung: Heiliger Georg, Diamantring, Pferd, Reiterfigur, Drache;
Befund: Am oberen Rand des linken Hohlraums im Sockel: ovales weißes Papieretikett, darauf mit schwarzer Farbe aufgedruckt "K. 20." (unbekanntes Nummernsystem). Auf der Unterseite des Sockels: weißes achteckiges Papieretikett, beschädigt, darauf handschriftlich mit Bleistift "1737" (unbekanntes Nummernsystem); darunter in anderer Handschrift mit violetter Farbe "632" (unbekanntes Nummernsystem); über diesen Nummern der Abdruck einer weiteren Schrift, möglicherweise eine Zahlenreihe "43[...]" (?) (unbekanntes Nummernsystem)./A.G., 2018
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Überweisung
Am 26.02.1965 über den Central Collecting Point München (MCCP) aus dem Besitz/der Vermögenseinziehung von Hermann Göring (1893-1946) gemäß der Vereinbarung vom 06.12.1960 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Freistaat Bayern aus ehemaligem Reichsbesitz (Treuhandverwaltung von Kulturgut) als 'Überweisung aus Staatsbesitz' aus dem Besitz des Freistaats Bayern übernommen: Nr. 390 der Übertragungsurkunde Nr. 68 (Kunsthandwerk aus dem Nachlaß von Hermann Göring) vom 29.01.1957/23.02.1957.
Provenienzforschung: In den Datenbanken zum Münchner Central Collecting Point (MCCP) und der Treuhandverwaltung von Kulturgut (TVG) keine Angaben zur Vorprovenienz. Möglicherweise identisch mit einem Majolika-Tintenfass, das 1929 aus der Sammlung des Architekten und Designers Carl August Bembé (1900-1955) im Münchner Auktionshaus Hugo Helbing versteigert wurde ("Antiquitäten, Keramik, Gläser, Wand- und Orientteppiche, Waffen, Möbel, Skulpturen, alte Gemälde: aus den Nachlässen Frau Hofrat Lesky, Mainz, Prof. A. v. Ramberg, München, Dr. Rich. Paulus, München u. aus anderem Privatbesitz", 11./12.07.1929) und bei einem Schätzpreis/Limit von RM 100,00.- für RM 140,00.- an einen Käufer namens Scherer ging. Am Stück selber finden sich mehrere Nummern, die auf Sammlungszusammenhänge ("K. 20."), eventuell auch auf den Kunsthandel ("1737" und "632") verweisen. Zu unbekanntem Zeitpunkt aus unbekanntem Eigentum in die 'Sammlung Göring'. Eingang/Receipt (Central Collecting Point München): 21.11.1945; Ausgang/Issue (Central Collecting Point München): 10.06.1949 - am 01.02.1961 als 'Überweisung aus Staatsbesitz' an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen; von dort am 26.02.1965 vom Bayerischen Nationalmuseum übernommen: Nr. 390 der Übertragungsurkunde Nr. 68 (Kunsthandwerk aus dem Nachlaß von Hermann Göring) vom 29.01.1957/23.02.1957. Aufgrund der Provenienzlücke(n) kann ein NS-verfolgungsbedingter Entzug nicht ausgeschlossen werden. Vorprovenienz unbekannt./A.G., 2018
Staatliche Museumsagentur Bayern
Referat für Provenienzforschung
Landshuter Allee 8
80637 München
Deutschland