Chanukka-Leuchter
Form entspricht der Angabe durch den Meisterstempel, vermutlich handelt es sich um eine späte Serienfertigung.
Auf der Vorderseite der Rückwand neben dem Loch für eine Aufhängung ein Meisterstempel mit den Initialien „CS“, ein zweiter Stempel korrumpiert.
Das Modell entspricht einem Lampentyp, der über den Meisterstempel dem Zinngießer Carl Sichler aus Horb am Neckar im 18. Jh. zugeschrieben wird und in dieser Grundform mit Varianten in der Verzierung mehrfach gefertigt worden ist. Ab Ende des 19. Jh.s wurde diese frühe Form wohl für serielle Fertigungen von anderen Werkstätten weiter benutzt.
Die Chanukka-Lampe ist in einer sogenannten Bankform im Rokoko-Stil gefertigt. Die Rückwand wird seitlich von zwei Engelfiguren flankiert, mittig oben ein aufgesetztes, reliefiertes Ornament. Darunter zwei Durchbrechungen und eine Bohrung für eine Hängung. Die Fläche in der Mitte ist ziseliert. Die mit der Rückwand verbundene Tropfwanne steht auf vier Füßen. Mittig in die Rückwand eingehängt eine achtflammige Ölbank, befestigt mit Öse und vermutlich einem Zapfen. Links daneben ein Zieraufsatz, auf der rechten Seite gegengleich die Steckvorrichtung für den Schamasch, das „Diener“-Licht. Unterhalb der Bank zwei Abläufe in die Tropfwanne, an denen zwei kleine Behältnisse in Form kleiner Eimer gehängt sind. Ein Eimer fehlt.
Nummernaufträge "AB 7667" (Altonaer Museum)
und "M. 17" (Gesellschaft für jüdische Volkskunde).
[Ersteller hier nicht bekannt] | [Provenienzlücke | o.J. Gesellschaft für Jüdische Volkskunde, Schenkung | 1913 Museum für Völkerkunde Hamburg, Leihgabe | [Provenienzlücke] | o.J. Altonaer Museum, k.A. | 1991 Museum für Völkerkunde Hamburg, Überweisung | 2017 Museum am Rothenbaum Hamburg (MARKK), Umbenennung
Zusatzinformationen zur Provenienzgeschichte dieses Objekts / dieser Sammlung: Externer Link
MUSEUM AM ROTHENBAUM (MARKK)
Kulturen und Künste der Welt
Rothenbaumchaussee 64
20148 Hamburg
Deutschland