Sammlung Hans Julius Lebenbaum / Eugen Alexander
Ethnographische Objektsammlung, Herkunft Nenzen, Jakuten, Nanai und Niwchen, Sibirien/Russland. Stand Berichtstellung 333 von ursprünglich 521 Gegenständen im Bestand nachgewiesen. Entstehungszeit vor 1913.
Hersteller:in hier nicht bekannt, nenzisch, jakutisch, nanaisch, niwchisch, Sibirien / Russland; [Provenienzlücke]; vor 1913 Eugen Alexander, Ethnografika-Händler, St. Petersburg/Russland; 1913 Friederike Alexander, Nachlass E. Alexander, St. Petersburg/Russland; 1927 Hans Julius Lebenbaum, Kaufmann, Hamburg, Ankauf; 1927 Museum für Völkerkunde Hamburg (heute MARKK Hamburg), Leihgabe; 1939 Museum für Völkerkunde Hamburg (heute MARKK Hamburg), Übertragung
1920 ergab sich für das damalige Museum für Völkerkunde (heute MARKK) die Möglichkeit, mehr als 500 ethnografische Gegenstände aus dem Nachlass des St. Petersburger Ethnografika-Händlers Eugen Alexander zu erwerben. Der damalige Museumsdirektor Georg Thilenius konnte den im Getreidehandel tätigen Hamburger Geschäftsmann Hans Julius Lebenbaum (1867-1941) für eine Finanzierung des Ankaufs gewinnen. Lebenbaum überließ den Bestand dem Museum zunächst formal als Leihgabe mit Aussicht auf Schenkung. Eine solche ist nicht belegt. Aufgrund seiner familiären jüdischen Herkunft im Schweizer Exil forderte Hans Julius Lebenbaum 1937 von der Stadt Hamburg die Herausgabe beweglicher Besitztümer, darunter die Museumssammlung. 1939 erfolgte im Ergebnis einer mit der Kulturbehörde Hamburg getroffenen „Einigung“ eine Übertragung des Bestandes an das Museum für Völkerkunde. Hans Julius Lebenbaum verstarb im Juli 1941 nach seiner Ankunft in Uruguay.
MUSEUM AM ROTHENBAUM (MARKK)
Kulturen und Künste der Welt
Rothenbaumchaussee 64
20148 Hamburg
Deutschland